Immer dann, wenn in einem Gebäude eine Zwischendecke aus Beton eingezogen werden soll, ist eine Deckenschalung erforderlich. Diese wird nach der Fertigstellung mit Beton und Baustahlmatten befüllt. Sobald die Betondecke ausgehärtet ist, kann die Deckenschalung wieder entfernt werden. Diese kann dann für die nächste Schalung genutzt werden. Für jeden erdenklichen Einsatzzweck steht eine geeignete Deckenschalung zur Verfügung.
Woraus besteht eine Deckenschalung?
Es gibt zwar unterschiedliche Ausführungen, aber im Prinzip bestehen sämtliche Deckenschalungen aus folgenden Komponenten:
- Ein tragfähiges Gerüst aus aufrechten Stützen
- Eine horizontale Trägerkonstruktion
- Eine Schalhaut
Die Trägerkonstruktion und die aufrechtstehenden Pfosten bestehen je nach Ausführung aus Holz oder Aluminium.
Unterschiedliche Systeme stehen zur Wahl
Die einfachen Systeme bestehen aus zahlreichen Pfosten, die sich in der Höhe individuell einstellen lassen. Diese stützen die horizontale Konstruktion, auf die dann die Schalhaut verlegt wird. Eine solche Ausführung bietet eine hohe Flexibilität. Allerdings ist der Aufbau recht zeitintensiv. Falls die Zwischendecke eine ausgefallene Form aufweisen soll, ist diese Variante besonders gut geeignet.
Deutlich schneller aufgestellt sind sogenannte Deckenschaltische. Diese heißen so, weil sie wie überdimensionierte Tische aussehen. Sie werden mit einem Baukran aufgestellt und bieten der Decke einen guten Halt. Der größte Vorteil dieser Variante liegt in der großen Flächenleistung. Eine Deckenschalung mit diesem System ist schnell errichtet. Als dritte Alternative stehen moderne Modul-Deckenschalsysteme zur Wahl. Dabei handelt es sich um Paneele, die nur aus sehr wenigen Einzelteilen bestehen. Aufgrund der mühelosen und schnellen Montage erweisen sich diese Systeme als außerordentlich wirtschaftlich.
Kosten sparen bei der Deckenschalung
Im Baugewerbe kommt es in erster Linie darauf an, günstiger als die Konkurrenz zu sein, ohne dass dadurch die Qualität der Arbeit oder der Baustoffe leiden muss. Das gilt selbstverständlich ebenfalls für eine Deckenschalung. Besonders günstig sind die einfachen Systeme in der Anschaffung. Allerdings verschwindet der Preisvorteil, weil der Auf- und Abbau sehr viel mehr Arbeitszeit erfordert. Wer Geld sparen möchte, kann auch eine Deckenschalung gebraucht kaufen. Das ist kein Problem, weil an solchen Systemen kaum Verschleiß auftritt. Deshalb können sämtliche Komponenten immer wieder benutzt werden. Das Alter spielt überhaupt keine Rolle.
Welche Variante ist die beste?
Es kann nicht pauschal beantwortet werden, welche Deckenschalung sich am besten eignet. Welche Variante infrage kommt, hängt von mehreren Aspekten ab. Für Bauunternehmen, die nur gelegentlich eine Deckenschalung mit einer hohen Flexibilität benötigen, reichen die einfachen Systeme zumeist völlig aus. Errichtet das Bauunternehmen häufig größere oder mehrstöckige Gebäude, eignen sich die Schalungstische oder die modularen Systeme deutlich besser. Falls ein Unternehmer sich für diese Komponenten entscheidet, sollte aber auch unbedingt ein Baukran verfügbar sein. Zudem müssen die schweren Teile vom Lager auf dem Betriebshof zur Baustelle transportiert werden. Es müssen daher entsprechende Möglichkeiten zum Verladen sowie zum Transport vorhanden sein.
Wie stark kann eine Decke sein?
Die Deckenschalung muss natürlich auch immer zur geplanten Stärke der Decke passen. Eine großflächige Decke ohne weitere Stützen kann schnell mehrere Tonnen wiegen. Weist eine Zwischendecke beispielsweise eine Fläche von 40 Quadratmeter bei einer Stärke von 50 Zentimeter auf, so besteht sie aus etwa 20 Kubikmeter Stahlbeton. Das entspricht in etwa einem Gewicht von 56 Tonnen. Deshalb gibt es Deckenschalungen für unterschiedliche Deckenstärken. Bei der Auswahl sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass die Schalung die Last der Decke entspricht. Sonst besteht die Gefahr, dass sie nachgibt.
Zusammenfassung
Wer eine stabile Zwischendecke in einem Gebäude einziehen möchte, braucht unbedingt eine tragfähige Deckenschalung. Diese hilfreichen Komponenten gibt es in verschiedenen Ausführungen. Welche sich am besten eignet, hängt in erster Linie vom geplanten Einsatzzweck ab. Es gibt einfache Ausführungen mit einer hohen Flexibilität, die jedoch einen großen Arbeitsaufwand erfordern. Moderne Deckenschalungstische oder die modularen Schalungssysteme sind sehr viel schneller aufgebaut. Dazu wird allerdings ein Baustellenkran benötigt.
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