Ein Fußbodenbelag aus Holz verleiht einem Raum ein warmes und natürliches Flair. Holzfußböden haben eine lange Tradition und bieten unterschiedliche Vorteile. Holz gilt als fußwarm und reguliert das Wohnklima.
Kleine Blessuren können relativ problemlos ausgebessert werden, sodass das Parkett eine lange Lebensdauer hat. Traditionell werden die einzelnen Holzelemente geleimt oder mit Nägeln auf den Untergrund befestigt. Aus dieser Zeit stammen die wunderschönen Fischgrätmuster oder Würfelstrukturen im Bodenbelag. Das klassische Handwerk hat bis heute Bestand und wer etwas Besonderes sucht, findet dies in einer individuellen Lösung für Bodenbelag.
Schwimmend verlegen
Moderne Verlegetechniken haben das Verlegen von Parkett und Laminat für Laien zugänglich gemacht. Neben dem Verleimen können einzelne Module auch über ein Klicksystem verbunden werden. Das Klicksystem hat den Vorteil, dass der Bodenbelag schnell fertig ist und bei Bedarf auch wieder entfernt werden kann. In Mietwohnungen ist dies daher eine ideale Lösung. Bei der Wahl von hochwertigen Belägen können zusammengesteckte Elemente sogar wieder getrennt und noch einmal ausgelegt werden.
Verklebte Paneele können nicht wieder getrennt werden und müssen bei einem Auszug aufwendig entfernt und entsorgt werden. Schwimmend verlegte Böden können grundsätzlich problemlos wieder herausgenommen werden. Bei einem Bodenbelag aus Holz hat die schwimmende Verlegung einen großen Nachteil. Soll die Oberfläche abgeschleift werden, um Kratzer und Gebrauchsspuren zu entfernen, kann der Boden das Gewicht der Schleifmaschine eventuell nicht tragen.
Dauerhafte Bodenlösungen
Ein verklebter Boden wird direkt auf dem Untergrund aufgebracht. Eine Alternative ist die Befestigung mit Schrauben oder Nägeln. Für Fußbodenheizungen oder beim Legen von Mustern im Parkett ist die Vollverklebung eine gute Wahl. Anders als bei der schwimmenden Verlegung muss keine Dehnungsfuge eingearbeitet werden. Im Übergang zwischen zwei Räumen ist dies ein optisches Plus. Verklebtes Parkett überzeugt durch seine Langlebigkeit und der Möglichkeit, es abzuschleifen sowie die Oberfläche neu zu behandeln.
Muster legen
Das Einarbeiten eines Musters in einen Holzfußboden hat eine lange Tradition. Fischgrätparkett wurde schon im 16. Jahrhundert in herrschaftliche Häuser und Ballsäle verlegt. Die Räume erhalten mit Fischgrät eine zusätzliche Eleganz und optische Weite. Bei Fischgrätparkett werden die Leisten nicht parallel ausgerichtet, sondern stoßen im 90° Winkel an. Besonders schön wirkt das Muster, wenn das Holz leichte unterschiedliche Nuancen hat.
Das klassische Muster ist bis heute im Trend. Besonders bei Böden, die durch mehrere Räume gelegt werden, ist das Muster ideal. Die diagonale Ausrichtung schenkt jedem Raum Größe. Fischgrätmuster können sowohl schmal mit einer Leiste oder mit mehreren Leisten gestaltet werden. Der große Nachteil an Paneelen und geraden Leisten ist der große Einfluss auf die Raumwirkung, die in Verbindung mit dem Lichteinfall entsteht. Bei einer falschen Ausrichtung wirkt sich die Struktur negativ auf die optische Größe aus.
Muster können diese Probleme vermeiden. Neben dem klassischen Fischgrät ist das Würfelmuster eine gute Lösung. Das Parkett wird aus quadratischen Holzelementen verlegt. Jedes einzelne Holzelement besteht aus schmalen Leisten, die für ein abwechslungsreiches und interessantes Muster sorgen. Bei einem Mustern steht die Struktur des Holzes mit ihren Gestaltungsmöglichkeiten im Mittelpunkt. Der Raum bestimmt, welche Verlegeart geeignet ist und den Fußboden perfekt zum Ausdruck bringt.
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